
Stefan Nick trägt Passagen aus seinem Hunsrück-Krimi "Balduinsmord“ und Gedichte aus seinem Gedichtband "Lieb und Frieden“ vor, musikalisch begleitet von Werner Rüdel, der Stücke von seiner CD "… den Dingen ihren Lauf“ und Mundartlieder zu Gehör bringt, verstärkt durch Achim Römer an der Gitarre. Diese Mischung aus Literatur und Musik, durchaus mit regionalem Charakter, sorgt für kurzweilige und anspruchsvolle Unterhaltung.

Der beim Pandion-Verlag erschienene Debü-Krimi "Balduinsmord“ von Stefan Nick nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise vom Bau der Balduinseck bis zu ihrem Verfall. Ein toter Mann liegt am Balduinseck – ein Schock für Rainer Maria Weingard, der sich die Ruine eigentlich nur kurz ansehen wollte. Wer war der Tote und was wollte er dort am Balduinseck? Weingard wird bald von der Polizei verdächtigt und macht sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Eine spannende Schatzsuche durch die Jahrhunderte beginnt.
Der Bucher Bürgermeister und Rheinland-Pfälzische Landtagspräsident Joachim Mertes ließ es sich nicht nehmen, für den Krimi das Vorwort zu schreiben.
Musikalisch begleitet wird die Lesung von dem Liedermacher Werner Rüdel, der im Frühjahr seine erste CD "… den Dingen ihren Lauf“ veröffentlicht hat. Was der gebürtige Bopparder da abliefert, ist mehr als "Liedermacher“. Es ist Chanson, es ist durcharrangierte klasse Musik, es sind poetische und trotzdem geradlinige Texte und dabei passt zusammen, was zusammen gehört. Mal beschreibt Werner Rüdel, was in der Welt los ist, mal beschreibt er, was in ihm los ist. Mal politisch, mal melancholisch, aber immer ehrlich.

Dass die beiden Künstler sich zusammengetan haben, um gemeinsam auf Tour zu gehen, ist eine Bereicherung für die regionale Szene. Hier ergänzen sich auf wunderbare Art und Weise zwei Genres, das eine lebt nur vom Wort, das andere nutzt die Musik, um die Worte zu transportieren. Auf der Bühne wird das Wechselspiel von Text und Musik auch zu einem spannungsvollen Wechselspiel der Künstler.

Foto: Werner Dupuis
"Balduinsmord“, erschienen beim Pandion Verlag, ist online erhältlich unter:
www.balduinsmord.de und im Buchhandel.
Die CD "… den Dingen ihren Lauf“ von Werner Rüdel können Sie hier über die Homepage bestellen.
PREMIERENPRESSE:
Kurzweiliger Abend mit Krimi und Musik
Stefan Nick hat im Bucher Gemeindehaus sein neues Buch "Balduinsmord" präsentiert - Liedermacher Werner Rüdel steuerte seine Songs bei
Schon seit einiger Zeit haben Krimi-Autoren das flache Land für sich entdeckt. Nach der Devise, dass sich zumindest die ortsansässigen Leser das Buch kaufen, weil sie wissen, dass ihre Heimatregion darin vorkommt, lässt sich trefflich eine Mordgeschichte verpacken. Schade, dass es bei einigen selbst ernannten Autoren bei diesem einen Verkaufsargument bleibt. Stefan Nick aus Boppard hat dagegen einiges mehr zu bieten. Davon konnten sich die Zuhörer im Bucher Gemeindehaus überzeugen.
BUCH. Einen kurzweiligen und spannenden Abend boten Stefan Nick aus Boppard und seine beiden Mitstreiter Werner Rüdel und Achim Römer den 60 Zuhörern in der Gemeindehalle in Buch. Nick trug Passagen aus seinem Hunsrück-Krimi "Balduinseck" sowie Gedichte aus seinem Gedichtband "Lieb und Frieden" vor. Musikalisch begleitet wurde das Ganze von dem Bopparder Liedermacher Werner Rüdel, der Stücke von seiner CD "... den Dingen ihren Lauf" und Mundartlieder zu Gehör brachte. Verstärkt wurde der musikalische Part durch Achim Römer an der Gitarre.
Texte und Musik im Wechsel
Und so gab es ein abwechslungsreiches Programm. Die Textbeiträge von Stefan Nick wechselten einander ab mit Rüdels Liedern. Die Mischung stimmte. Mal gab"s Nachdenkliches aus Stefan Nicks Gedichtband, dann wieder was zum Schmunzeln. Und ebenso verfuhr Werner Rüdel, der mit seinen Liedern ebenfalls dieses Wechselspiel praktizierte. Da zupft der Sänger ein paar verträumte Akkorde an, einfühlsam unterstützt von Mitmusiker Achim Römer, und singt dazu mit warmer, ruhiger Stimme, um beim nächsten Song kräftig in die Saiten zu hauen und rhythmisch zur Sache zu gehen. Textlich wird"s dann mal witzig, heiter und beschwingt, mal bissig oder ironisch.
Und dann konnten die Zuhörer natürlich verfolgen, was Webdesigner Rainer in der Nähe der Burg Balduinseck so alles widerfährt. Amüsant und gar nicht platt, sondern nah dran an den Charakteren schildert Autor Stefan Nick in seinem Buch, wie sein Protagonist sich langsam an Doro annähert - und sie sich an Rainer. Die obligatorische Liebesgeschichte ist charmant erzählt und machte die Zuhörer im Bucher Gemeindesaal neugierig.

Foto: Thomas Torkler
Ganz "nebenbei" entwickelt sich natürlich die Krimi-Geschichte um die Ruine Balduinseck weiter. Ebenfalls nebenbei hat Nick in seinen Krimi eine Menge Informationen über die Geschichte der Heimatregion gepackt, die die Krimi-Fans beiläufig untergejubelt bekommen - ohne dass es ihnen langweilig werden könnte. Das alles trägt der Autor mit ruhiger, angenehmer Stimme vor. Und wann immer er es für notwendig hält, legt er seinen Krimi beiseite und greift auf Gedichte aus seinem Band "Lieb und Frieden" zurück. Hintersinniges, Humorvolles und Nachdenkliches gibt er in wenigen Zeilen zum Besten, um dann wieder überzuleiten zum nächsten Musikvortrag.
Publikum neugierig gemacht
Doch der Balduinsmord stand natürlich im Mittelpunkt des Abends, und irgendwie schaffte es Stefan Nick, genügend Neugier beim Publikum zu entfachen, wie es denn nun weitergeht. Doch das Ende des Krimis erfuhr das Publikum natürlich nicht. Schließlich sollen die Leute das Buch lesen - und kaufen. Und das taten viele der Besucher nach der Lesung dann auch und bekamen natürlich auf Wunsch eine Widmung.
RheinZeitung 24.9.09
Mord, Musik und Lyrik
Stimmungsvolle Abendunterhaltung mit Tiefgang – wo gibt’s das noch?
Man muss nicht in die Ferne schweifen, oder die Flimmerkiste einschalten, um gepflegte Abendunterhaltung genießen zu können: Liedermacher Werner Rüdel und Schriftsteller Stefan Nick (beides Bopparder Bürger) entführten am Sonntag ihr Publikum im Bopparder Cafe Kunststück in eine Traumwelt.
Der Zuhörer fühlte sich versetzt in ein Konzert des jungen Mark Knopfler („Dire Straits“), der zärtlich an seiner Gitarre herumzupft. Die Stimme, mit der Werner Rüdel seine sämtlich selbst geschriebenen Texte intonierte, schaffte Atmosphäre und braucht den Vergleich mit den Großen der deutschen Liedermacherzunft wahrlich nicht zu scheuen. Achim Römer begleitete den Meister gekonnt mit Gitarre und Ukulele.

Mit packender Spannung und gefühlvollem Tiefgang setzte Hauptakteur Stefan Nick dem Abend das Sahnehäubchen auf, wenn er aus seinem Debütroman „Balduinsmord“ las oder aus seinem ebenfalls kürzlich erschienen Gedichtband zitierte. Lyrik, die dem einen oder anderen im Auditorium ein teils nachdenkliches teils verschmitztes Lächeln ins Gesicht zauberte.
Fazit: Ein echter Geheimtipp für Genießer, die sowohl gut unterhalten als auch ein bisschen nachdenklich gemacht werden wollen. Neugierig? Mehr Infos auf www.balduinsmord.de und www.diekleinkunstagentur.de.
Georg Vetter/Rund um Boppard 25.9.09